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Jan Novák: Aesopia (CD)

 
Jan Novák: Aesopia (CD)
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Art.Nr.: 0720
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Text der Fabeln von Phaedrus, Introitus und Exitus von Jan Novák. Lateinischer Text und deutsche Übersetzung (W.Stroh)

Jan Novák, Musiker und Humanist, komponierte 1981 die Kantate "Aesopia" in einer Vertonung für Chor und zwei Klaviere.

VI Phaedri fabellae cantatae binis calvibus (Sechs Fabeln des Phaedrus für Chor und zwei Klaviere)

Lupus et agnus (1,1); Graculus superbus et pavo (1,3); Cicada et noctua (3,16); Rana rupta et bos (1,24); Calvus et musca (5,3); Asinus et leo venantes (1,11)

Aufgeführt beim DAV-Kongress in Jena 1996

Jenaer Madrigalkreis (Kammerchor der Jenaer Philharmonie) und Weimarer Klavierduo (Dagmar Brauns und Bettina Bruhn); Chordirektor: Jürgen Puschbeck

Winfried Stroh: "Diese Gattung [sc. der Fabeln] pflegte von den Römern vor allem Phaedrus (in der frühen Kaiserzeit), der den jambischen Senar, ein etwas ungehobeltes Metrum, seinen Tieren als geeignet verpasste. Ihn wiederum vertonte Jan Novák, der mährische Komponist (der ihm an Genie nicht unterlegen war) so entzückend, dass die Weisheit des Aesop nun sogar die jüngsten Kinder ansprechen kann. Indes scheint sein Werk nicht so sehr der Heiterkeit als dem Schmerz entstammt zu sein: In der ersten Fabel (vom Wolf und Lamm) sah Jan Novák eine Darstellung des Unglücks seiner tschechischen Heimat, die im Jahr 1968 von feindlichen Panzern niedergewalz wurde. Damals hatte er selber sein Vaterland verlassen müssen."

TIPP für den UNTERRICHT: Hervorragendes Beispiel für die Rezeption eines antiken Stoffs vor dem Hintergrund modernen Zeitgeschehens. Die Fabeln eignen sich auch zur Texterschließung.

 

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